ANNA GIORNALISTA

10.08.2016
DIY

Bommel selber machen

Bommel selber zu machen ist eigentlich ganz einfach, es erfordert lediglich ein wenig Geduld. In diesem Post findet ihr eine bebilderte Anleitung. Ich habe aufgeschrieben, was ihr beachten solltet, damit die Bommel schön werden. Und Ihr erfahrt, was eine Dose Haarspray damit zu tun hat.

Für einen Bommel braucht ihr:

- Wolle. Ich habe mich, da ich kein großer Woll-Experte bin, im Handarbeitsgeschäft beraten lassen. Dort hat mir die Verkäuferin zu dieser Kunstfaser-Wolle geraten, weil sie meinte, dass die Bommel damit besser aufspringen. Ich schätze aber, dass das Bommelwickeln auch mit echter Wolle funktioniert, wenn man sich für einen mitteldicken, locker gesponnenen Faden entscheidet. Der Vorteil meiner Wolle: Ich habe pro Knäul nur ca 1,50 € bezahlt und daher gleich mehrere Farben mitgenommen.

- Zwei Gegenstände mit rundem Boden. Ich habe eine Dose Haarspray und einen kleinen Kinderstempel benutzt. Andere Gegenstände gehen aber auch: Klopapierrollen, Cremetuben-Deckel usw. Wichtig ist eigentlich nur, dass man zwei Kreise damit aufzeichnen kann, einen größeren für den äußeren Umfang des Kreises in etwa der Größe, die der Bommel später haben soll. Und einen kleineren für das Loch im Kreis, durch das die Wolle gezogen wird. Profis benötigen nur einen Zirkel (hatte ich leider nicht zur Hand).

- Tonkarton oder Pappe

- Eine Bastelschere zum Ausschneiden der großen Kreise

- Eine Nagelschere zum Ausschneiden der kleinen inneren Kreise

- Eventuell noch eine Handarbeitsschere zum Schneiden des Wollfadens (das geht aber auch mit der Bastelschere)

- Einen Bleistift, Filzstift oder Kugelschreiber zum Aufzeichnen der Kreise

Und dann geht es los:

Erst werden die Kreise aufgezeichnet. Und zwar pro Bommel zwei Doppelkreise. Dabei sollte das Größenverhältnis zwischen äußerem und innerem Kreis stimmen. Ich bin kein Mathematiker, sonst hätte ich euch hier das optimale Verhältnis angegeben. Ich mache es immer nach Augenmaß. Der innere Kreis darf nicht zu klein sein, sonst kann man nicht genug Wolle um den Papier-Ring wickeln (weil sie dann nicht mehr durch passt) und nicht zu groß, denn dann werden die Bommelfäden zu kurz.

Die Ringe werden dann ausgeschnitten (beim inneren Kreis hilft die Nagelschere) und übereinander gelegt.

Dann schneidet man einen etwas längeren Wollfaden ab, knotet ihn um beide Ringe herum fest und beginnt zu wickeln. Der Faden sollte gleichmäßig gewickelt werden, super ordentlich muss es nicht sein. Wenn der erste Faden aufgebraucht ist, knotet ihr einfach einen weiteren Faden an. Die Knoten sind später im Bommel nicht mehr sichtbar.

Ihr wickelt und wickelt...

...bis der Ring ziemlich prall aussieht und ihr den Faden kaum noch durch die Mitte ziehen könnt.

Dann wird der Bommel aufgeschnitten. Dazu eignet sich die spitze Nagelschere (oder auch die Handarbeitsschere). Beim Aufschneiden darauf achten, dass ihr die Schere, wie in Bild 11 zu sehen, genau durch die Mitte der beiden Papierringe führt. Dann könnt ihr sicher sein, dass der Bommel nicht schief aufgeschnitten wird.

Schon während ihr aufschneidet, schiebt ihr einen weiteren Wollfaden - den Knotfaden - zwischen die beiden Papierringe. Mit diesem bindet und knotet ihr den Bommel nach dem Aufschneiden ganz fest zu. Anschließend könnt ihr die Papierringe zu den Seiten hin abziehen.

Und Tadaaa! Der erste Bommel ist fertig. Wenn auch ihr damit eine Tasche verzieren wollt, könnt ihr jetzt noch ein paar weitere Bommel in gleicher Größe und in verschiedenen Farben wickeln. Oder ihr probiert, zum Beispiel für einen Taschen-Anhänger, verschiedene Bommelgrößen aus.